Zur Pädagogik

 

Wesentliche Entwicklungsphasen im Leben vollziehen sich in Abschnitten von etwa 7 Jahren, bei denen die Seele bestimmte Entwicklungsschritte gehen möchte, um gesunde Qualitäten zu entwickeln. Gerade die ersten 3 Lebensjahrsiebte sind sehr wichtig, da in ihnen eine Art Basis für das ganze spätere Leben gelegt wird. Die Übergänge von einem Lebensjahrsiebt in das nächste sind fließend und auch bei jedem Kind etwas unterschiedlich.

 

Das 1. Lebensjahrsiebt von 0 – 7 Jahren

 

Die ersten Jahre des Kindes sind durch die kindliche Unschuld und durch die Natürlichkeit des Kindes sehr reine Lebensjahre, auch wenn es vielleicht enorme Trotzreaktionen äußert. „Das Kind lernt nicht durch Worte und Belehrungen, sondern durch das Beteiligtsein und dem Drange, es den anderen gleich tun zu wollen.“ In dieser Zeit möchte sich bei dem Kind eine Kraft anlegen, eine Willenskraft, die für das spätere Leben bedeutsam ist.

Wichtig in der Pädagogik dabei ist mir:

Ehrlichkeit, also die Kinder nicht lügen zu lassen.

Lob an angebrachter Stelle, damit sie lernen was wirklich wichtig und ästhetisch ist.

eine Sache, eine Tätigkeit, ein Objekt, z.B. das Pferd in die Mitte rücken und nicht das Kind selbst. Danit wird es nicht zur Anerkennungssuche (Egoismus) erzogen, sondern zum freudigen Üben, Teilhaben, und Wahrnehmen der Außenwelt.

 

Das 2. Lebensjahrsiebt von 7 – 14 Jahren

 

In diesen Jahren entscheidet sich, ob sich der junge Bürger später als Erwachsener mit einem heiteren, sorglosen, gelassenen und unkomplizierten Dasein ins Leben integriert oder ob er später vielen Konflikten, Sorgen um seine Zukunft und nervlichen Belastungen ausgesetzt sein wird. Auch möchte sich in diesem Jahrsiebt ein inneres Empfinden zur Wahrnehmung der Außenwelt entwickeln.

Die Förderung in diesem Lebensjahrsiebt geschieht durch:

Teilhaben lassen an Aufgaben, dass die Kinder das praktische Zugreifen lernen und eigenständiger werden.

Nicht Fernhalten von Anforderungen, sondern Überwinden von Schwierigkeiten und Ängsten.

Entwicklung einer Empfindung zum Wesen des Pferdes und einer Empfindung zu einer ästhetischen Form der Übungen

Entwicklung einer Beziehung und Aufmerksamkeit zur Natur, z.B. den Heilpflanzen.

Dies alles ohne Zwang, denn dieser würde die Willenskräfte des Kindes schwächen und die Freude am Üben nehmen.

 

Das 3. Lebensjahrsiebt von 14 – 21 Jahre

 

Heutzutage möchte man fast meinen, das 3. Jahrsiebt bzw. die Pubertät beginnt teilweise schon mit 12 J. oder sogar noch früher. Wie dem auch sei, es erwacht in der Pubertät ein Bewusstsein, ein eigenständigeres Denken.

Rein körperlich gesehen kann in diesem Jahrsiebt die Basis gelegt werden für eine gesunde Wirbelsäule. Wird der Jugendliche eine Begeisterungsfähigkeit, ein feuriges Interesse für eine Aktivität entwickeln, auch ein Interesse im Austausch mit den Anderen, so kann sich eine anmutige Körperhaltung entwickeln. Das Interesse ist nicht zu verwechseln mit Schwärmerei (z.B. für Musiker,...). Bei dieser gemeinten Aktivität ist es nicht entscheidend, besonders vielen Tätigkeiten nachzugehen, sondern eine Aktivität mit Interesse, Forschen, Probieren, Erfahrungen sammeln, Grenzen überschreiten, ... anzugehen.

„Der Jugendliche braucht für seine Erfolgssuche einen Freiraum, um auch eine entsprechende Unabhängigkeit zu erreichen. Allerdings braucht er auch eine richtige Einordnung in bestehende Gesetze in weltlicher und ethischer Hinsicht.“ – also Freiheit und Ordnung.

Die Jugendlichen können sich auch eigenverantwortlich mit den Pferden beschäftigen, natürlich unter Beachtung bestimmter Regeln.

Das logische Denken und die Aktivität soll gefördert werden durch ein lebendiges Mitgestalten und Mitüberlegen im Umgang mit dem Pferd und in der Vorbereitung auf die Vorführung.

 

 

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